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 Aufenthaltsort: Basel  |  Status Quo: Reise beendet
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Ein Schiff, das im Hafen liegt, ist sicher;
aber das ist nicht, wofür Schiffe gebaut werden... 

WILLIAM SHEDD


Ganz im Sinne von William Shedd haben wir uns entschlossen mit dem treusten Begleiter des Menschen, dem Auto, die Sicherheit der Heimat zu verlassen um zu erkunden, was Europa sonst noch für sehenswerte Orte zu bieten hat.

Bereits vor längerer Zeit beschlossen wir eine grosse Europa-Tour in Angriff zu nehmen, um die Vielfalt der Landschaften und Leute zu erfahren.
Vorgesehen war damals eine Route ausgehend von den Niederlanden um den schönsten Küstenabschnitten Europas im Gegenuhrzeigersinn entgegen zu fahren.
In zwei bis drei Monaten wollten wir eine über 7500 km lange Strecke zurücklegen, von Amsterdam (NL) nach Brest (F), San Sebastian (E), La Coruña (P), Lissabon (P) und Sevilla (E) um anschliessend von Gibraltar (GB) aus der Mittelmeerküste entlang nach Valencia (E), Barcelona (E) und Marseille (F) zu gelangen.
Auf Grund dessen, dass wir selbst aus einem Zergenstaat kommen, durften natürlich die Besuche unserer Leidensgenossen Andorra und Monaco nicht fehlen.

In diesem Jahr nun ist es soweit, wir starten am 25. August zur Saxo-Tour 2002 durch Europa. In den uns zur Verfügung stehenden zwei Wochen werden wir einen grossen Teil der ursprünglich geplanten Route zurücklegen.

Diesmal haben wir uns vorgenommen einige aussergewöhnliche Orte zu besuchen. Den genauen Weg dorthin ist aber nicht geplant, denn mit Laptop und GPS-Empfänger sind wir bestens gerüstet um jederzeit spontan neue Wege einzuschlagen.

Zu den geplanten Zielen gehört Le Mans (F). Diese Stadt zieht einen mit ihrem ganz speziellen Charme in den Bann, sie verfügt über eine der berühmtesten Rennstrecken, die zum Teil aus ganzjährlich befahrenen Landstrassen besteht.
Hier finden die wohl spektakulärsten und schnellsten 24-Stunden-Rennen statt.
In diesem Jahr gelang es dem Audi-Team zum dritten mal in Folge, das Rennen souverän für sich zu entscheiden, dank diesem dritten Sieg müssen die Ingolstädter den Pokal nicht mehr zurückgeben sondern dürfen ihn behalten und in ihr Museum stellen.
Ein weiterer Zwischenhalt wird Brest (F) sein. In dieser Gegend kann man die eindrucksvolle Landschaft geniessen. Besonders sehenswert sind die felsigen Küsten, die jäh abfallend ins Meer führen.
Nach derartigen Impressionen geht es weiter nach Bordeaux (F), wo uns die üppigen Weinberge willkommen heissen werden. Der Rotwein aus dieser Gegend geniesst einen guten Ruf und ist weltweit bekannt. Auch wir werden uns vom grossartigen Bouquet verwöhnen lassen können und vielleicht finden wir den einen oder anderen edlen Tropfen um ihn als Souvenir mit nach Hause zu nehmen.

Als nächstes heisst es "adieux les bleu" und "viva espagña", denn wir überqueren die Pyrenäen und besuchen fortan Orte in Spanien, wie San Sebastian (E) kurz nach der Grenze oder Madrid (E).
Besonders eindrucksvoll wird der Halt in Granada (E) werden, es gibt hier viele Ruinen und spektakuläre Überreste aus längst vergangenen Zeiten zu sehen, wie beispielsweise äusserst aufwändige Mosaik-Kunstwerke die von vielen jahrhundertalter und hoher handwerklicher Geschicklichkeit zeugen.
Nach den ca. 3000 km die wir bis hierhin zurückgelegt haben werden, kommen wir in den Genuss von Spaniens schönsten Sandstränden an denen wir uns etwas von der langen Reise erholen können, um neue Energie für die restlichen 2000- 2500 km zu tanken.
Der Weg führt uns weiter nach Valencia (E) und Barcelona (E), wo wir jeweils die Stadt erkunden werden.

Danach überqueren wir wieder die Pyrenäen und verlassen somit Spanien um via Marseille (F) nach Monaco zu gelangen. Hier findet jedes Jahr ein Formel 1- Rennen statt, bei dem man als Zuschauer nicht näher dran sein könnte, da die Rennboliden mit exorbitantem Tempo und einem wahnsinns Sound quer durch die Stadt fegen und nur durch Leitplanken von den riesigen Zuschauermassen getrennt werden.
Es gibt im ganzen Jahresprogramm der Formel 1 keine andere Strecke, die derart schmal und verwinkelt ist und bei der es weniger Sturzräume gibt. Dadurch wird die Strecke gefährlich und heimtückisch, was sich auch daran zeigt, dass die Ausfallquote jedes Jahr deutlich über dem Durchschnitt der andern Rennen liegt.

Nachdem wir hier nochmals Benzin und verbrannte Reifen gerochen haben, sind wir bestens für die letzte Etappe gewappnet, die uns wieder zurück in den sicheren Hafen Schweiz führt.

Wieder hier angekommen werden wir auf eine ca. 5300 km lange Reise voller einzigartiger und überwältigender Eindrücke zurückblicken können, an die wir uns noch Jahre später gerne erinnern werden.


 
  © by cleo & foiz