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Sich mit !  sensibilisieren und sich dadurch wohlfühlen im Körper

Was ist Yoga?

Yoga ist nichts anderes, als die volle Erfahrung des menschlichen Lebens. Er ist eine Wissenschaft von innerlich geeinten Menschen.

Yoga ist ein Weg des Erwachens. Er ist eine Lehre der Gesundheit, ein persönlicher Entwicklungsweg, eine Lebenskunst.

Im Yoga zählen allein die eigenen Erfahrungen. Die Überzeugungen eines jeden werden vollauf respektiert.

Yoga ist eine uralte Wissenschaft, welche bis Heute nicht an Aktualität und Richtigkeit eingebüsst hat. Yoga lädt jedermann ein, seine Aussagen nicht blind zu glauben, sondern sie an sich selbst zu erfahren.

Yoga, also sein uraltes Wissen wird erst nach und nach wissenschaftlich erwiesen. Die ersten yogaähnlichen Aufzeichnungen sind um 2000 v.Chr. datiert, d.h. der Yoga ist ca. 4000 jährig. Wenn man bedenkt, wie schnelllebig die heutige Zeit ist, spricht das bereits für dieses System. Yoga passt sich stets den Bedürfnissen der Menschen, die ihn ausüben, an. Die ersten schriftlichen Dokumente sind die Veden, wo in vier Sammlungen aufgeteilt sind. Ihr Datum wird auf ca. 1500 v.Chr. gesetzt. Es sind dies der Rg.-Veda (Sammlung der Verse), der Sama-Veda (Sammlung der Lieder), der Yajur-Veda (Sammlung der Opfersprüche) und der atharva-Veda (Sammlung der Zaubersprüche). Damals war das Bedürfnis der Menschen dieses, den Göttern ein Opfer zu übergeben und dadurch Milde und Gunst zu erhalten.

Im Laufe der Zeit  wandelte sich die Einsicht der Menschen dahingehend, dass Sie keine Opfer mehr brauchten, weil sie die  Feueropfer dann auf sich selbst und durch Körperwärme und Hitze bezogen haben. So, dass also die alten Schriften unangetastet blieben und nur neue Interpretationen erfahren haben.

Sie wollten selber etwas tun, verändern. Die Bhagavad-Gita entstand. In ihr haben der Karma-Yoga, sowie auch der bhakti-Yoga einen grossen Stellenwert. Karma steht für Handlung, Tat und bhakti für Hingabe. Gemeint ist damit, dass wir Anderen helfen oder eine Arbeit ausführen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Damit ist die Hingabe an die jeweilige Tat/Handlung bereits vorhanden (bhakti =wir machen es gerne, eben mit Hingabe).

Das war in der Zeit, als auch der Buddha lebte. Es sind dieselben Grundideen im Buddhismus enthalten.

Dann um 200 v.Chr. bis 200 n.Chr. entwickelte Patanjali den raja-Yoga. In diesem System ist auch der Einfluss des Buddhismus zu spüren. Dieser Yoga wird auch astanga-Yoga genannt. Astanga bedeutet 8-gliedrig. Die acht Glieder sind

Yama äussere Reinigung
Niyama innere Reinigung
Asana  Haltung
Pranayama Beherrschung des Atems
Prathyahara Zurückziehen der Sinne
Dharana   Konzentration
Dhyana Meditation
Samadhi  das Einssein

Ich muss noch anfügen, dass der Yoga zu Anfangszeiten doch eher der Männerwelt angehörte. Um ca. 600 n. Chr. erinnerte sich die Menschheit jedoch wieder an die matriachale Grösse des Weiblichen. Der Tantrismus entstand. Im Tantrismus hat die Weiblichkeit einen grossen Stellenwert. Da die Frau Leben schenkt und gebärt, wurde sie als die schöpferische, aktive Kraft verehrt. Aus dem Tantrismus heraus entstand der Hatha-Yoga. Ha steht für Sonne und Tha für Mond (es geht um die Verschmelzung dieser beiden Pole). Die Menschen wandten sich dem Körper zu und begannen ihn gesund und vital zu halten. Dazu schauten Sie den Tieren zu, was dazu führte, dass viele Haltungen mit Tiernamen benannt wurden (Hund, Katze, Kobra-Schlange, Pfau, Kamel, Heuschrecke etc.). Sie schlossen aus dem Verhalten der Tiere, dass diese wissen/spüren was Ihnen guttut.

Mit diesem Wissen wollten Sie durch den Körper, als einfachstes und greifbarstes Element zur Erlösung gelangen (ich werde später nochmals auf diese Erlösung zu sprechen kommen).

In den Yoga-Lektionen lernen wir, unseren Körper wahrzunehmen und das Ungleichgewicht zu mildern.

Ich möchte aber darauf hinweisen, dass Yoga zu keiner Religion mit einer Theologie und mit rituellen Vorschriften gehört. Yoga kennt keine Hierarchie. Er ist eine kulturelle und spirituelle Disziplin, die allen Menschen offen steht, egal welches Glaubens, Hautfarbe, Rasse, Geschlechts oder Alter der jeweilige Mensch ist und hat.

Yoga lässt einen Prozess beginnen, der immer bewusster wahrgenommen wird. Diese Veränderungen äussern sich in Lebenslust, Stärke (hier auch die Körperliche), Mut, Durchhaltevermögen, Disziplin aber auch Humor. Wir nehmen das Leben gelassener. Wir reagieren in Stress-Situationen überlegter und konzentrierter. Daraus resultiert Yoga im Alltag (das Gelernte wird angewandt).

Was wir immer wieder üben, beinhaltet auf eine subtile Weise, die vorhin aufgeführten acht Stufen. Es ist ein ineinander fliessen und kann nicht als einzelne Tritte angesehen werden. Wahrscheinlich sind wir alles Quereinsteiger, d.h. wir fangen an Yoga zu praktizieren, weil unser Rücken schmerzt, oder weil es uns empfohlen wurde, oder weil wir gelenkiger werden möchten, weil wir die Atmung verbessern möchten, oder der Arzt es uns verschrieben hat, oder wir an den Entspannungshaltungen oder an dem Land aus welchem der Yoga kommt (also Indien)  interessiert sind. Es gibt unzählige Einstiegsgründe. 

Nochmals auf den Satz zurückkommend „zur Erlösung gelangen“?  Was soll ich mir da drunter vorstellen?

Das heisst, dass wir uns nicht mehr um den Körper zu kümmern brauchen. Wir „unterhalten“ unseren Körper und können ihn dadurch loslassen.

Vollkommene Entspannung ist ein Grundbestandteil des Yoga. Zu lernen, nach und nach die Muskeln zu entspannen, die Atmung zu verlangsamen und sämtliche geistigen Prozesse zu Ruhe zu bringen. Wir wollen uns aber nicht darauf fixieren, sondern lassen es geschehen.

Loslassen wiederum heisst, wir können uns vollends auf Wichtigeres konzentrieren.

Was soll/ist wichtiger (sein) als der Körper?

Die Atmung

Yoga hilft uns, unseren Atem zu befreien.

-Atem ist nicht gleich Luft. Atmung bedeutet das Aufnehmen von Energie, Lebensenergie. Die Atmung reguliert unsere Lebensströme und gibt uns einen Rhythmus an. Meist aber ist dieser Atmungsrhythmus viel zu  oberflächlich. In der heutigen, hektischen Zeit, füllen wir unsere Lungen nicht mehr optimal und daher kann sich die innere Atmung (die Zellatmung) auch nicht mehr vollends entfalten. Die Zwerchfellatmung ist leider den wenigsten Menschen bekannt.

Yoga fordert uns immer wieder heraus, dass Gelernte im Alltag anzuwenden, Erfahrungen zu sammeln und zu wachsen.

Oftmals ist man Gefühlen und Emotionen völlig ausgeliefert. Dies kann Stress, Enttäuschung und Entmutigung verursachen. Gelingt es uns, durch Yoga den Grund für die Gefühle und Emotionen zu erkennen, können wir einfacher damit umgehen. Wir polen um und lassen dadurch neue Lebensfreude und Schwung in unseren Alltag kommen. Denn Yoga ist ein Weg mit Herz!

Durch Yoga lernen wir unsere geistigen Fähigkeiten zu entwickeln. Weil durch Yogaübungen (Haltungen) und dem verharren in der Stille das verborgene Potenzial unseres Gehirns erschlossen wird.

Yoga zentriert und erweitert das Bewusstsein. Was dazu führt, dass wir uns, unsere Gewohnheiten ehrlich anschauen und gegebenenfalls verändern oder loslassen.

Yoga hat jedem Menschen etwas zu sagen, der sich besser kennen lernen möchte und auf der Suche nach dem tiefinneren Selbst und seinen verborgenen Wurzeln ist.

Auf dem Weg des Yoga erfahren wir immer wieder Wohltaten, die sich aus der Vertiefung der Übungen ergeben können. Ob physisch, den Atem betreffend, energetisch oder mental, all diese Übungen wirken sich auf die Gesamtheit jedes Wesens aus, weil Yoga eine umfassende Harmonisierung anstrebt.

In meinen Lektionen üben wir aufrechtes Sitzen, wir sitzen aber nicht nur gerade. Oder wir üben Seitbeugen, beugen uns aber nicht nur nach links oder rechts. Beugen uns nach hinten, oder vorn. Und doch ist es nicht Gymnastik. Lernt den Unterschied kennen.